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Portulak fürs Baby: mildes Blattgemüse sparsam und frisch anbieten

Portulak, auch Postelein oder Winterportulak genannt, ist ein mildes, leicht nussiges Blattgemüse mit dicken, saftigen Blättern. Wegen seines Oxalsäuregehalts wird es sparsam dosiert und frisch verarbeitet. Wir zeigen, ab wann es passt, worauf du achtest und wie du es babygerecht anbietest.

Fein gehackter milder Portulak unter einem Brei für das Baby in einer kleinen Schale

Portulak, auch Postelein oder Winterportulak genannt, ist ein altes Blattgemüse, das gerade wieder beliebter wird. Seine Blätter sind dick, saftig und leicht knackig, der Geschmack mild und angenehm nussig mit einer feinen säuerlichen Note. Als zartes Blattgemüse lässt er sich gut fein verarbeitet in die Beikost einbauen, sollte wegen seines Oxalsäuregehalts aber sparsam und als Beigabe dosiert werden.

Warum Portulak etwas fürs Baby ist

Portulak ist nährstoffreich und enthält für ein Blattgemüse vergleichsweise viel Omega-3-Fettsäuren, dazu Vitamin C, das die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Quellen unterstützt, wie der Ratgeber zu Vitamin C und Eisenaufnahme erklärt, sowie Magnesium und sekundäre Pflanzenstoffe. Sein mild-nussiger Geschmack macht ihn zu einer angenehmen Zutat, die kräftigere Breie aromatisch ergänzt. Wie bei anderem Blattgemüse steht hier aber weniger die Menge als die kluge Dosierung im Vordergrund, denn der Oxalsäuregehalt setzt der Portionsgröße Grenzen. Als feine Beigabe ist Portulak eine aromatische Bereicherung für den Babyteller.

Worauf du bei Portulak achtest

Zwei Dinge sind wichtig. Erstens die Oxalsäure: Portulak enthält wie Spinat und Mangold Oxalsäure, die in größeren Mengen die Aufnahme von Kalzium und Eisen hemmen kann. Verwende ihn deshalb nur in kleinen Mengen als Beigabe, nicht als Hauptbestandteil einer Mahlzeit. Zweitens die Frische: Bereite kleine Portionen frisch zu und wärme zubereiteten Portulak für Babys nicht wieder auf, da sich beim Stehenlassen und Wiedererwärmen unerwünschte Stoffe bilden können, ähnlich wie bei nitratreichem Gemüse. Wasche die Blätter gründlich, entferne grobe Stiele und hacke ihn fein. Würze nicht, denn Salz gehört nicht in die Beikost.

Wie du Portulak babygerecht anbietest

In der Praxis verwendest du Portulak am besten als feine Zutat. Hacke die gewaschenen Blätter fein, dünste sie kurz weich und rühre einen kleinen Teil unter einen Kartoffel-, Gemüse- oder Getreidebrei. So gibt der Portulak sein mild-nussiges Aroma ab, ohne die Mahlzeit zu dominieren. Auch unter ein mildes Gemüsepüree gemischt macht er sich gut. Auf rohen Portulak verzichtest du bei jüngeren Babys; kurz gegart und fein gehackt ist er besser verträglich. Beginne mit kleinen Mengen und bleib beim Essen in der Nähe deines Babys. So wird Portulak zu einer feinen, aromatischen Beigabe in der Beikost.

Fazit

Portulak ist ein mildes, nussiges Blattgemüse und passt von Beikoststart an in kleinen Mengen: Er liefert Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C und Magnesium. Wegen seines Oxalsäuregehalts wird er sparsam als Beigabe verwendet, frisch zubereitet und nicht für Babys aufgewärmt. Hacke ihn fein, gare ihn kurz und rühre ihn unter einen Brei. So wird Portulak zu einer aromatischen Bereicherung für den Babyteller.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.

Häufige Fragen

Ab wann darf mein Baby Portulak essen?

Portulak kann ab dem Beikoststart in kleinen Mengen angeboten werden, etwa ab dem fünften bis siebten Monat, sobald dein Baby die Reifezeichen zeigt. Verarbeite ihn fein gehackt und kurz gegart unter einen Brei. Wegen seines Oxalsäuregehalts wird er nur sparsam und als Beigabe verwendet.

Warum wird Portulak nur in kleinen Mengen gegeben?

Portulak enthält wie Spinat und Mangold Oxalsäure, die in größeren Mengen die Aufnahme von Kalzium und Eisen hemmen kann. In kleinen Mengen als Beigabe ist das unbedenklich, deshalb wird Portulak eher als aromatische Zutat denn als Hauptbestandteil verwendet.

Sollte man Portulak aufwärmen?

Wie bei anderem Blattgemüse gilt: Zubereiteten Portulak möglichst frisch verfüttern und nicht für Babys aufwärmen, da sich beim Stehenlassen und Wiedererwärmen unerwünschte Stoffe bilden können. Bereite kleine Portionen frisch zu.