Getreide & Hülsenfrüchte

Kamut fürs Baby: Khorasan-Weizen weich gekocht als Brei anbieten

Kamut, der Markenname für Khorasan-Weizen, ist ein Urgetreide mit kräftig-nussigem Geschmack, das viel Eiweiß und Eisen liefert. Es enthält Gluten und gehört gut weich gekocht. Wir zeigen, ab wann es passt, worauf du achtest und wie du es babygerecht anbietest.

Weich gekochte Kamut Khorasan-Weizenkörner als Brei in einer kleinen Schale fürs Baby

Kamut ist der eingetragene Markenname für Khorasan-Weizen, eine alte Weizenart mit auffällig großen, bernsteinfarbenen Körnern. Sein Geschmack ist kräftig und angenehm nussig, etwas vollmundiger als gewöhnlicher Weizen. Als Urgetreide liefert Kamut reichlich Eiweiß und Eisen. Da es Gluten enthält, wird es wie andere Glutengetreide schrittweise eingeführt und für Babys gut weich gekocht zu einem feinen Brei verarbeitet.

Warum Kamut etwas fürs Baby ist

Kamut liefert komplexe Kohlenhydrate für anhaltende Energie und enthält für ein Getreide vergleichsweise viel pflanzliches Eiweiß sowie Eisen, das im Babyalter besonders wichtig wird. Das pflanzliche Eisen wird zusammen mit einer Vitamin-C-Quelle besser aufgenommen, wie der Ratgeber zu Vitamin C und Eisenaufnahme erklärt. Dazu kommen Ballaststoffe, Magnesium, Zink und B-Vitamine. Als Vollkorn ist Kamut nährstoffreicher als ausgemahlenes Mehl und eine geschmackvolle Abwechslung zu Dinkel und Weizen. Da es glutenhaltig ist, eignet es sich zugleich gut, um Gluten früh und in kleinen Mengen in die Beikost einzuführen. So ist Kamut ein nährstoffreiches, kräftiges Getreide für den Babyteller.

Worauf du bei Kamut achtest

Kamut enthält Gluten und ist damit nicht für eine glutenfreie Ernährung geeignet. Die frühe, schrittweise Einführung von Gluten in kleinen Mengen gilt nach heutigem Wissensstand als sinnvoll, idealerweise begleitet vom Stillen. Die großen Körner sind recht fest und brauchen eine lange Garzeit: Spüle sie ab, weiche sie nach Bedarf ein und koche sie ausreichend lange weich, bis sie wirklich zart sind. Für jüngere Babys pürierst du das gekochte Korn oder verwendest fein vermahlenes Kamut als Grießalternative für einen Brei. Verzichte auf Salz und Zucker, denn Salz gehört nicht in die Beikost. So bereitest du Kamut weich und sicher zu.

Wie du Kamut babygerecht anbietest

Für jüngere Babys eignet sich ein feiner Brei aus fein vermahlenem Kamut, gekocht mit Wasser oder Milch und verfeinert mit Obstmus wie zerdrückter Banane oder gedünstetem Apfel, was zugleich Vitamin C liefert. Das gut weich gekochte ganze Korn lässt sich pürieren oder, für ältere Babys mit etwas Übung, zerdrückt unter ein Gemüsegericht mischen. Mit etwas gutem Öl wird die Mahlzeit gehaltvoller. Aus dem eingedickten Brei kannst du für ältere Babys auch kleine, weiche Bratlinge formen. Beginne mit kleinen Mengen und bleib beim Essen in der Nähe deines Babys. So wird Kamut zu einer nährstoffreichen Getreidemahlzeit.

Fazit

Kamut, der Khorasan-Weizen, ist ein eiweiß- und eisenreiches Urgetreide und passt von Beikoststart an: Es liefert Energie, Eiweiß, Eisen und Ballaststoffe. Da es Gluten enthält, wird es schrittweise und in kleinen Mengen eingeführt und ist nicht für glutenfreie Kost geeignet. Koche die festen Körner gut weich, verarbeite sie fein und reiche eine Vitamin-C-Quelle dazu. So wird Kamut zu einer kräftigen Getreidebeikost für den Babyteller.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.

Häufige Fragen

Ab wann darf mein Baby Kamut essen?

Kamut kann ab dem Beikoststart angeboten werden, etwa ab dem fünften bis siebten Monat, sobald dein Baby die Reifezeichen zeigt. Als glutenhaltiges Getreide wird es wie andere Glutengetreide eingeführt: in kleinen Mengen, gut weich gekocht und als feiner Brei oder fein verarbeitet.

Enthält Kamut Gluten?

Ja. Kamut ist eine Urform des Weizens und enthält Gluten. Es ist deshalb nicht für eine glutenfreie Ernährung geeignet. Die frühe, schrittweise Einführung von Gluten in kleinen Mengen gilt nach heutigem Wissensstand als sinnvoll, am besten begleitet vom Stillen.

Was ist der Unterschied zwischen Kamut und normalem Weizen?

Kamut ist der Markenname für Khorasan-Weizen, eine alte Weizenart mit besonders großen Körnern, kräftig-nussigem Geschmack und etwas mehr Eiweiß als gewöhnlicher Weizen. Wie aller Weizen enthält er Gluten und wird für Babys gut weich gekocht.