Obst

Dattel fürs Baby: natürliche Süße sparsam und weich anbieten

Die Dattel ist sehr süß und eignet sich als natürliches Süßungsmittel statt Zucker – aber nur sparsam, eingeweicht und entkernt passt sie in die Beikost. Wir zeigen, ab wann Datteln passen, warum sie wertvoll sind, worauf du achtest und wie du sie babygerecht anbietest.

Weiche entkernte Dattel babygerecht fein gehackt in einer kleinen Schale

Die Dattel ist die Süßigkeit unter den Trockenfrüchten – karamellig, klebrig und so süß, dass sie in vielen zuckerfreien Rezepten den Haushaltszucker ersetzt. Genau darin liegt ihr Wert für die Beikost: Als Dattelmus süßt sie Babybrei oder -gebäck auf natürliche Weise, ganz ohne raffinierten Zucker. Weil sie aber sehr zuckerreich und klebrig ist und einen harten Kern hat, gehört sie sparsam, entkernt und fein zerkleinert auf den Teller. Dann ist die Dattel eine natürliche Süße auf dem Babyteller.

Warum die Dattel wertvoll ist

Die Dattel gehört zu den sehr süßen Trockenfrüchten und hat als natürliches Süßungsmittel einige Vorzüge für die Beikost. Ihr Hauptnutzen ist die natürliche Süße: Als Dattelmus oder fein gehackt süßt sie Porridge, Joghurt oder Babygebäck, ohne dass du raffinierten Zucker brauchst – und Zucker gehört nicht in die Beikost. Anders als reiner Zucker bringt die Dattel zusätzlich Ballaststoffe mit, die die Verdauung unterstützen, sowie Kalium, Magnesium und etwas Eisen, das zusammen mit einer Vitamin-C-Quelle besser aufgenommen wird, wie der Ratgeber zu Vitamin C und Eisenaufnahme erklärt. Trotz dieser Begleitstoffe bleibt sie sehr zuckerreich, weshalb sie ein Hilfsmittel zum sparsamen Süßen ist, kein tägliches Grundnahrungsmittel. So ist die Dattel eine natürliche, sparsam einzusetzende Süße für die Beikost.

Worauf du bei Datteln achtest

Bei Datteln sind zwei Punkte entscheidend. Erstens der Kern: Frische oder getrocknete Datteln haben einen harten, länglichen Kern, der eine Erstickungsgefahr darstellt und immer vollständig entfernt werden muss – welche Lebensmittel heikel sind, ordnet der Ratgeber zur Erstickungsgefahr ein. Zweitens Süße und Konsistenz: Datteln sind sehr süß und klebrig, die zähe Masse kann am Gaumen kleben. Deshalb weichst du die entkernte Dattel in etwas warmem Wasser ein, pürierst sie zu Mus oder hackst sie sehr fein und rührst sie unter andere Speisen, statt sie als ganzes Stück zu geben. Gib nur kleine Mengen, damit der Geschmack nicht zu sehr auf süß geprägt wird, und wähle ungezuckerte, ungeschwefelte Ware. So setzt du Datteln sicher und maßvoll ein.

Wie du Datteln babygerecht anbietest

In der Praxis sind Datteln vor allem ein Süßungsmittel. Püriere ein paar entkernte, eingeweichte Datteln mit etwas Einweichwasser zu einem glatten Dattelmus, das du löffelweise zum Süßen von Porridge, Naturjoghurt, Obstmus oder selbst gebackenen Babymuffins verwendest. Fein gehackte Dattel kannst du ebenfalls unter Brei oder Müsli rühren. So nutzt du die Süße, ohne dass die klebrige Frucht am Stück zur Gefahr wird. Verwende Datteln als gelegentliches, sparsames Süßungsmittel, nicht als tägliche Portion, damit dein Baby auch milde, weniger süße Geschmäcker kennenlernt. Bleib beim Essen in der Nähe deines Babys. So wird die Dattel zu einer natürlichen, gut dosierten Süße in der Beikost.

Fazit

Die Dattel ist eine sehr süße Trockenfrucht und eignet sich ab Beikoststart als natürliches Süßungsmittel statt raffiniertem Zucker – aber nur sparsam, entkernt und fein zerkleinert. Sie bringt zusätzlich Ballaststoffe, Kalium, Magnesium und etwas Eisen mit, bleibt aber sehr zuckerreich. Entferne immer den harten Kern, weiche die Dattel ein und püriere sie zu Mus oder hacke sie fein, um Brei oder Gebäck zu süßen. Gib nur kleine Mengen. So ist die Dattel eine natürliche, maßvolle Süße für den Babyteller.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.

Häufige Fragen

Ab wann darf ein Baby Datteln essen?

Entkernte, weiche Datteln können ab dem Beikoststart in kleinen Mengen angeboten werden, etwa ab dem fünften bis siebten Monat, sobald dein Baby die Reifezeichen zeigt. Entferne immer den harten Kern, weiche die Dattel ein und hacke oder püriere sie fein, etwa um Brei oder Gebäck natürlich zu süßen.

Sind Datteln als Zuckerersatz fürs Baby sinnvoll?

Datteln sind sehr süß und eignen sich als natürliches Süßungsmittel statt raffiniertem Zucker, etwa als Dattelmus im Babygebäck. Trotzdem bleiben sie sehr zuckerreich, deshalb sparsam einsetzen. Sie bringen anders als reiner Zucker zusätzlich Ballaststoffe und Mineralstoffe mit.

Worauf muss ich bei Datteln fürs Baby achten?

Entferne immer den harten Kern, der eine Erstickungsgefahr darstellt. Datteln sind klebrig und sehr süß, deshalb weichst du sie ein, hackst oder pürierst sie fein und gibst nur kleine Mengen. Wegen der Klebrigkeit am besten untergerührt statt als ganzes Stück.