Getreide & Hülsenfrüchte

Borlottibohnen fürs Baby: cremige Wachtelbohne weich gegart anbieten

Borlottibohnen, auch Wachtelbohnen genannt, sind eine cremig-mild schmeckende, eiweiß- und eisenreiche Hülsenfrucht, die gut durchgegart und zerdrückt in die Beikost passt. Roh sind sie giftig. Wir zeigen, ab wann sie passen, warum sie wertvoll sind, warum sie gekocht gehören und wie du sie zubereitest.

Weich gekochte, zerdrückte Borlottibohnen babygerecht in einer kleinen Schale

Borlottibohnen, auch Wachtel- oder Cranberrybohnen genannt, erkennt man an ihrer hübschen rot-weiß gesprenkelten Schale – die sich beim Kochen allerdings in ein gleichmäßiges Beige verwandelt. In der italienischen Küche sind sie ein Klassiker für Suppen und Eintöpfe. Ihr Geschmack ist mild und leicht nussig, ihre Konsistenz weich und cremig. Für die Beikost sind sie wertvoll, gerade in der vegetarischen Ernährung. Wie alle Bohnen müssen sie gut durchgegart sein, denn roh sind sie giftig. Weich gekocht und zerdrückt sind Borlottibohnen eine bekömmliche, eiweißreiche Bereicherung auf dem Babyteller.

Warum Borlottibohnen wertvoll sind

Borlottibohnen gehören zu den eiweiß- und eisenreichen Hülsenfrüchten mit einigen Vorzügen für die Beikost. Ihr größter Pluspunkt ist der hohe Gehalt an pflanzlichem Eiweiß, das beim Wachstum hilft, kombiniert mit reichlich Eisen, das im Babyalter besonders wichtig ist und ergänzend zur Versorgung beitragen kann, wie der Ratgeber zum Eisenbedarf einordnet. Das pflanzliche Eisen wird zusammen mit einer Vitamin-C-Quelle besser aufgenommen, wie der Ratgeber zu Vitamin C und Eisenaufnahme erklärt. Dazu liefern Borlottibohnen Folat, Ballaststoffe und Magnesium. Ihr mild-nussiger Geschmack und die cremige Konsistenz machen sie zu einer sättigenden, angenehmen Zutat. Damit sind sie besonders für die vegetarische und vegane Beikost eine wertvolle Eiweiß- und Eisenquelle. So sind weich gekochte Borlottibohnen eine nährstoffreiche Hülsenfrucht, die die Beikost bereichert.

Warum Borlottibohnen gekocht gehören und wie du sie zubereitest

Bei Bohnen ist das vollständige Garen das Entscheidende. Rohe und halbgare Bohnen enthalten Lektine wie Phasin, die giftig sind und Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen können – deshalb müssen sie immer gründlich weich gekocht werden, niemals roh oder halbgar. Getrocknete Borlottibohnen weichst du über Nacht ein, gießt das Einweichwasser weg und kochst sie ausreichend lange, bis sie ganz weich sind. Borlottibohnen aus der Dose sind bereits gegart; spüle sie gut ab, um Lake und Salz zu entfernen, und wähle Dosen ohne Salzzusatz. Die weich gegarten Bohnen zerdrückst du mit der Gabel oder pürierst sie zu einem cremigen Brei, gern durch ein Sieb gestrichen, um die Schale zu entfernen. Verzichte auf Salz und scharfe Gewürze, denn Salz gehört nicht in die Beikost. Da Bohnen ballaststoffreich sind, beginnst du mit kleinen Mengen. So bereitest du Borlottibohnen weich und sicher zu.

Wie du Borlottibohnen babygerecht anbietest

In der Praxis sind Borlottibohnen vielseitig. Klassisch pürierst du die weich gekochten Bohnen mit etwas Kartoffel, mildem Gemüse und einer Vitamin-C-Quelle wie Tomate oder Paprika zu einem eiweißreichen Brei. Zerdrückte Borlottibohnen ergeben mit etwas Öl auch einen milden Aufstrich oder passen besonders gut in einen milden, ungewürzten Gemüseeintopf oder eine Suppe für Babys, wo sie traditionell zu Hause sind. Etwas größere Babys können weiche, zerdrückte Bohnen als Fingerfood probieren. Kombiniere die Bohnen mit etwas gutem Öl und einer Vitamin-C-Quelle, um das Eisen besser nutzbar zu machen. Beginne mit kleinen Mengen. Bleib beim Essen in der Nähe deines Babys. So werden Borlottibohnen zu einer eiweiß- und eisenreichen Mahlzeit in der Beikost.

Fazit

Borlottibohnen sind eine cremige, eiweiß- und eisenreiche Hülsenfrucht und passen von Beikoststart an: Sie liefern pflanzliches Eiweiß, Eisen, Folat, Ballaststoffe und Magnesium – besonders wertvoll für die vegetarische Beikost. Wichtig ist gründliches Garen, denn roh sind sie giftig; Dosenbohnen spülst du ab. Zerdrücke oder püriere die weichen Bohnen und biete sie ohne Salz mit einer Vitamin-C-Quelle an. Beginne mit kleinen Mengen. So sind Borlottibohnen eine eiweißreiche Hülsenfrucht für den Babyteller.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Ernährung deines Babys wende dich an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.

Häufige Fragen

Ab wann dürfen Babys Borlottibohnen essen?

Borlottibohnen können ab dem Beikoststart angeboten werden, etwa ab dem fünften bis siebten Monat, sobald dein Baby die Reifezeichen zeigt. Sie müssen gut durchgegart und weich sein, dann zerdrückst oder pürierst du sie. Roh sind sie giftig. Beginne mit kleinen Mengen.

Warum sind Borlottibohnen für Babys wertvoll?

Borlottibohnen liefern reichlich pflanzliches Eiweiß, Eisen, Folat, Ballaststoffe und Magnesium. Als eisen- und eiweißreiche Hülsenfrucht mit mildem, leicht nussigem Geschmack sind sie besonders für die vegetarische Beikost wertvoll, vor allem mit einer Vitamin-C-Quelle.

Warum darf mein Baby keine rohen Borlottibohnen essen?

Rohe und halbgare Bohnen enthalten Lektine wie Phasin, die giftig sind und Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen können. Sie müssen deshalb immer vollständig weich gekocht werden. Getrocknete Bohnen weichst du ein, gießt das Wasser weg und kochst sie gründlich.